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Nach langem Warten geht es los. Die Rangers und wir Leiter besammeln uns, um in ein grosses Lager zu starten. Es ist wohl für den einen oder anderen das erste Eurocamp, aber auch für alte Hasen ist es ein grosses Lager.  Nach Norwegen mit 2,5 tausend Teilnehmer  und Frankreich mit nur wenigen mehr, kommt nun ein Camp zustande, das mit 7,5 tausend sogar das Praisecamp übertrifft. Für unsere Kinder, die teilweise kein Englisch können, ist jedoch die Tatsache, dass ca. 5 tausend Deutsche entlastet sind. So bleibt die Sprachbarrière tief.
Nun geht es aber erst mal nach Burgdorf.  Dort laden wir noch unsere Freunde auf.

Mach kurzem Organisieren in Burgdorf wird alles Gepäck eingeladen und dann geht es los. Wir haben nicht zu wenig dabei, aber mit dem richtigen Einsortieren kommt alles Gepäck in die Fahrzeuge. Nach einem offiziellen Start geht es los. Nächster Halt: Eurocamp, einmal durch die Nacht.

Nach einer Nacht in der wenig bis gar nicht geschlafen wurde, kamen wir in Polen an. Hier gibt es in einigen Punkten andere Gesetze, so müssen wir uns erst um die Autobahngebühren kümmern, was einige Zeit in Anspruch nimmt. Nach der Klärung kommen wir endlich auf dem Campplatz an.
Als wir eintreffen, stehen schon einige Zelte, unter anderem das riesige Plenumszelt und zahlreiche deutsche Jurten und Koten . Doch bevor es auf Erkundungstour geht, steht erstmals der Aufbau an. Also Zelte raus und aufbauen.

Nach dem Aufbau legen wir mit dem eigentlichen Campleben los. Für die erfahrenen Leiter heisst das in der Regel mal alte Bekannte zu suchen und zu treffen. Wer das erste Mal dabei ist, hat eher die Möglichkeit, neue Personen und Kulturen kennenzulernen. Für uns alle bedeutet dies, sich mit dem Gelände vertraut zu machen und die wichtigsten Punkte auszukundschaften: Kiosk,WC, Duschen, Plenumzelt, Sportplätze etc.

Auf dem Lagerplatz gibt es viel zu sehen. Da sind die vielen Bauten. Auch bei den Schweizern lassen sich die Bauten sehen. Besonders das Tor zu unserem Distrikt ist wohl das Gelungenste unter den Schweizer Toren. Doch auch nebst den Toren, welche die  Ausgänge eines Campdorfs markieren, gibt es diverse Bauten. Eines ist ein Turm, der ca. 3m in die Höhe ragt, eine Plattform, von der aus man das ganze Camp sehen kann, oder ein “Riesenrad, auf dem vier Personen Platz finden. Einmal mehr beweisen wir uns gegenseitig, dass Rangers durchaus auch komplizierte Bauwerke hinbekommen.

So langsam findet sich unser Stammposten immer wie besser zurecht im Lager. Auch sind schon erste Beziehungen entstanden, nicht nur auf nationaler Ebene, sondern auch internationale. Auch wenn es besonders für die Kinder nicht immer einfach ist, sich auf Englisch zu unterhalten, so geht es mit der nötigen Mühe meist irgendwie. Auch für uns Leiter ist es sehr interessant, sich mit anderen Leitern auszutauschen und zu hören, was andere RRs machen.

An jedem Morgen treffen wir uns im Distrikt, um gemeinsam Gott zu loben und ihn gross zu machen. Eine Predigt ist dann immer der Anschluss, bevor es zu den Teamzeiten geht, wo das Thema vertieft wird. Doch wer denkt, dass alles nach schweizerischer Manier, streng nach Protokoll geht, irrt sich gewaltig. Die Rangers von Sizilien waren einige Male zu Besuch und lockerten den Start immer auf gute Art und Weise auf.
Am Abend versammeln wir uns dann im grossem Plenumszelt zum gemeinsamen Gottesdienst. Für uns ist es ein grosser Vorteil, so viele Deutsche auf dem Camp zu haben, dass von der Bühne her die Übersetzung erfolgen kann. Die Worshipzeiten haben wirklich viel Tiefgang und auch die Predigten, gehalten von Schweizern, sind berührend.
Doch natürlich wird zwischendurch auch richtig gefeiert und getanzt: Das muss einfach sein!

 

 

Am Donnerstagnachmittag steht es fest: die Schweiz ist Europameister! Und das im Fussball! Unsere Mannschaft mit dem Namen „Schnipo“ hat alles richtig gemacht und den Sieg in unser Distrikt gebracht!
Aber es gibt viele Möglichkeiten, sich sportlich zu betätigen. Besonders  sticht der Ranger Run hervor, eine Art Strongmanrun für uns RR.
Die Hindernisse sind Wassergraben, Pneuhaufen, Heuballen und viele mehr.
Für die Sportmuffel gibt es unzählige Workshops, welche von verschiedenen RRs angeboten werden. Messer schnitzen, Hennatattoo und Armband knüpfen, sind nur einige Beispiele. Im Shop, in dem die Rangers aus den Ländern ihre Waren anbieten können, findet sich so manches Interessantes. Am Abend nach den Plenumszeiten sind die Cafeterias und  Bars offen. Man kann dort Spezialitäten aus den verschiedenen Ländern ausprobieren.

Am letzten Tag gehen wir nach Wroclow. Als Erstes besuchen wir den Dom und geniessen die Aussicht von oben auf die Stadt runter. Danach geht es in Gruppen weiter. So sehen wir noch eine typische polnische Stadt.

Nun sind wir im Car und fahren zurück in die Schweiz. Die Checkliste lautet wohl für viele von uns etwa so;
Geschlafen: zu wenig
Gegessen: mal besser mal schlechter
Dauer des Lagers: wie immer zu kurz
Gott erlebt: Jep
Fazit: z.B. Gottes Königreich ist jetzt, aber doch noch nicht! Wir wollen uns mit Gott neu oder wieder auf den Weg machen und verstehen, dass die RR keine Randerscheinung , sondern eine grosse Famile ist.

So fahren wir und schauen zurück auf ein Lager, das in unseren Herzen weiter lebt.